Kribbeln im Arm, Taubheitsgefühle in den Fingern oder unerklärliche Schwäche in der Schulter – solche Beschwerden können ihren Ursprung in einem Nervengeflecht tief im Nacken- und Schulterbereich haben: dem Plexus brachialis. Eine MR-Untersuchung kann dieses komplexe Netzwerk präzise darstellen und die Ursache der Beschwerden aufdecken.
Der Plexus brachialis ist ein Geflecht aus Nervenwurzeln, das aus den Halswirbelkörpern C5 bis Th1 entspringt. Es versorgt den gesamten Arm – von der Schulter bis in die Fingerspitzen – mit motorischen und sensiblen Nervenfasern. Störungen in diesem Bereich können sich durch vielfältige Beschwerden im Arm, der Schulter oder der Hand bemerkbar machen.
Typische Symptome, die auf eine Beteiligung des Plexus brachialis hinweisen können:
Dank moderner Hochfeld-MR-Geräte und spezieller Nervenbildgebung (Neurographie) lassen sich die feinen Nervenstränge des Plexus brachialis in hoher Auflösung darstellen. Die Untersuchung kann folgende Veränderungen sichtbar machen:
Sie liegen bequem auf der Untersuchungsliege, die langsam in den MRT-Tunnel fährt. Für eine optimale Bildqualität ist es wichtig, während der Aufnahmen möglichst ruhig zu liegen. Das Gerät erzeugt dabei rhythmische Klopfgeräusche – Sie erhalten Ohrenschutz. Über eine Gegensprechanlage sind Sie jederzeit mit dem Radiologie-Team verbunden.
Für die MR-Untersuchung ist in der Regel eine Zuweisung durch einen Arzt erforderlich. Wir arbeiten eng mit Neurologen, Orthopäden und Hausärzten zusammen.
Bei medizinischer Indikation und gültiger ärztlicher Zuweisung wird die MR des Plexus brachialis in der Regel von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) übernommen.
Der radiologische Befund wird in der Regel innerhalb von 24–48 Stunden erstellt und dem zuweisenden Arzt zugestellt. Bei dringendem Bedarf ist eine Befundung am gleichen Tag möglich.