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MR des Plexus brachialis

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MRT-Diagnostik Neurologie Zürich

MR des Plexus brachialis: Was steckt hinter Arm- und Schulterschmerzen?

Kribbeln im Arm, Taubheitsgefühle in den Fingern oder unerklärliche Schwäche in der Schulter – solche Beschwerden können ihren Ursprung in einem Nervengeflecht tief im Nacken- und Schulterbereich haben: dem Plexus brachialis. Eine MR-Untersuchung kann dieses komplexe Netzwerk präzise darstellen und die Ursache der Beschwerden aufdecken.

MR Plexus brachialis Zürich

Was ist der Plexus brachialis?

Der Plexus brachialis ist ein Geflecht aus Nervenwurzeln, das aus den Halswirbelkörpern C5 bis Th1 entspringt. Es versorgt den gesamten Arm – von der Schulter bis in die Fingerspitzen – mit motorischen und sensiblen Nervenfasern. Störungen in diesem Bereich können sich durch vielfältige Beschwerden im Arm, der Schulter oder der Hand bemerkbar machen.

Bei welchen Beschwerden ist eine MR sinnvoll?

Typische Symptome, die auf eine Beteiligung des Plexus brachialis hinweisen können:

  • Kribbeln oder Taubheit im Arm oder in den Fingern
  • Unerklärliche Muskelschwäche im Arm oder der Schulter
  • Ausstrahlende Schmerzen vom Nacken in den Arm
  • Schmerzen nach Unfällen, Stürzen oder Sportverletzungen
  • Verdacht auf Tumor oder Entzündung im Bereich des Nervengeflechts
  • Beschwerden nach onkologischen Behandlungen (z.B. Bestrahlung)

Was zeigt die MR des Plexus brachialis?

Dank moderner Hochfeld-MR-Geräte und spezieller Nervenbildgebung (Neurographie) lassen sich die feinen Nervenstränge des Plexus brachialis in hoher Auflösung darstellen. Die Untersuchung kann folgende Veränderungen sichtbar machen:

  • Entzündungen des Nervengeflechts (z.B. neuralgische Amyotrophie)
  • Traumatische Verletzungen wie Ausrisse oder Zerrungen der Nervenwurzeln
  • Tumore oder Metastasen, die auf den Nerv drücken
  • Vernarbungen oder Strahlenfolgen nach einer Krebstherapie
  • Kompression durch Halsrippen oder Muskeln (Thoracic-outlet-Syndrom)
  • Entzündliche Systemerkrankungen mit Nervenbeteiligung

Was Sie vor der Untersuchung wissen sollten

  • Die MRT des Plexus brachialis ist eine nicht-invasive Untersuchung ohne Strahlenbelastung
  • Je nach Fragestellung wird ein Kontrastmittel eingesetzt, um Entzündungen oder Tumore besser sichtbar zu machen
  • Die Untersuchungsdauer beträgt typischerweise 30–60 Minuten
  • Metallimplantate oder Herzschrittmacher sind vorab mit uns zu besprechen

Wie läuft die Untersuchung ab?

Sie liegen bequem auf der Untersuchungsliege, die langsam in den MRT-Tunnel fährt. Für eine optimale Bildqualität ist es wichtig, während der Aufnahmen möglichst ruhig zu liegen. Das Gerät erzeugt dabei rhythmische Klopfgeräusche – Sie erhalten Ohrenschutz. Über eine Gegensprechanlage sind Sie jederzeit mit dem Radiologie-Team verbunden.

Häufige Fragen

Für die MR-Untersuchung ist in der Regel eine Zuweisung durch einen Arzt erforderlich. Wir arbeiten eng mit Neurologen, Orthopäden und Hausärzten zusammen.

Bei medizinischer Indikation und gültiger ärztlicher Zuweisung wird die MR des Plexus brachialis in der Regel von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) übernommen.

Der radiologische Befund wird in der Regel innerhalb von 24–48 Stunden erstellt und dem zuweisenden Arzt zugestellt. Bei dringendem Bedarf ist eine Befundung am gleichen Tag möglich.